Gasförderung: So funktioniert es

Die Gasförderung

Gasförderung

Gasförderung (Feld Süd-Pars im Iran)

Viele, die technische interessiert sind, werden sich wahrscheinlich fragen, wie denn überhaupt das Gas, was bei ihnen durch die Leitungen fließt, gefördert wird. Denn dabei handelt es sich um einen durchaus aufregendes Thema.
In Deutschland gibt es, im Vergleich zum Rest der Welt, nur sehr wenige Gasreserven, weshalb sich die Versorgung für Gas auch mit anderen Ländern behelfen muss. So ist Russland zum Beispiel einer der größten Lieferanten für die gesamte EU.
Trotzdem wird natürlich auch in Deutschland immer wieder nach neuen Quellen gesucht, um eigene Reserven zu haben. Die größten deutschen Erdgasvorkommen befinden sich übrigens in der Nordsee.

Gasförderung Fracking

Gasförderung mittels Fracking

Schon vor einigen 1000 Jahren gab es in China Gasförderung. Damals wurde aber noch mit simplen Bambusrohren gearbeitet, die natürlich nicht so effektiv waren, die unsere heutigen Rohre aus Stahl und Eisen.
Gase haben sich schon, genau wie Erdöl, vor Millionen Jahren gebildet. Es ist in den sogenannten Speichergesteinen gespeichert, aus denen es gefördert wird. Das kann teilweise sehr aufwändig sein, da das Gas in den Poren des Gesteins gespeichert ist. Alles, was über der Sicht aus Speichergestein liegt, wird Deckgebirge genannt. Dieses besteht meist aus Steinsalz oder Tonsteinschichten.
Wenn das Speichergestein porös, dann lohnt sich auch eine Förderung. Ist dies nicht der Fall, so muss man es sich überlegen.

Hierbei wird immer auch auf den Energiepreis geachtet. Denn selbstverständlich lohnt es sich nicht, das Gas mit sehr großem Aufwand aus schwierigem Gestein zu fördern, wenn man den Preis vielleicht gar nicht wieder rauskriegt.
Natürlich muss man die Gasblasen erst einmal finden. Dies geschiegt über Seismographen, die in bestimmten Abständen auf dem Boden postiert werden. Ist dies geschehen, wird eine starke Eruption ausgesendet. Diese geht durch Gesteinsschichten bis 6 Kilometer Tiefe.

Soweit kann der Seismograph dann auch die Bodenbeschaffenheit messen. Wenn man erstmal eine Gasblase gefunden hat, muss dies erst einmal überprüft werden. Dies geschieht durch Probebohrungen.

Nachher, bei der Förderung selbst, gibt es zwei verschiedene Verfahren: Turbine und Rotary.

Turbine

Bei diesem Verfahren wird mit sogenannter Spülflüssigkeit gearbeitet. Durch hohen Druck kann diese dann die Bohrkraft auf das Gestein übertragen. Man kann bei der Turbinenbohrung auch kontrolliert von der lotrechten Bohrung abweichen, so dass auch kompliziert gelegene Gasvorkommen erreicht werden können. So lohnt sich diese Art der Bohrung vor allem bei Off-Shore-Einsätzen.

Rotary-Verfahren

Das Rotary-Verfahren arbeitet ohne Spezialflüssigkeit und nutzt einfach nur die reine mechanische Bohrkraft. Aus diesem Grund wird diese Technologie eher bei der Landförderung eingesetzt.

{ 0 comments… add one now }

Einen Kommentar abgeben oder eine Frage stellen