Energieausweis

Energieausweis

Energieausweis

Der Energieausweis ist ein hilfreiches Mittel, um Mietern und Hauskäufern das Leben etwas zu erleichtern. Mit dem Ausweis soll es möglich sein, die Qualität eines Hauses in punkto Energie ungefähr abzuschätzen. So soll man im Voraus besser darüber Bescheid wissen, auf welche Kosten man sich mit einem bestimmten Haus oder einer bestimmten Wohnung energietechnisch und damit kostentechnisch, einlässt.

Spätestens jetzt sollte man sich mit dem Thema auseinandersetzen, denn der Energieausweis kommt. In einigen Fällen ist er sogar schon da: Der Energieausweis wurde nämlich bereits im Jahre 1995 eingeführt. Damals wurde er bei Altbauten aber noch nicht angewandt. Nur Neubauten mussten sich die energetischen Qualitätsgrad bescheinigen lassen.

Seit dem 01.07.2008 ist es nun auch für Gebäude, die vor 1965 gebaut wurden, soweit. Aber auch diejenigen Gebäude, die nach diesem Jahr errichtet wurden, kommen dran. Allerdings erst seit dem 1.1.2009. Der Vermieter ist gezwungen, einen Energieausweis vorzulegen, wenn der Mieter einen solchen verlangt. Das sollte man auch tun, denn viele haben sich schon darüber geärgert, dass die Verbrauchsangaben des Vormieters nur zum Teil oder gar nicht stimmten.

Eine Motivation zum Vorlegen des Ausweises wurde auch gleich ausgehandelt: 15.000 Euro Strafe soll es geben, wenn die Aushändigung verweigert wird. Ausgenommen sind hierbei Gebäude, die unter Denkmalschutz stehen. Außerdem ist der Energieausweis kein Zwang für Privatpersonen, die ihr Haus nicht zur Miete stellen.
Der Energieausweis war allerdings keine leichte Geburt. Denn es mussten lange Verhandlungen zwischen der Politik und den verschiedenen Verbänden geführt werden, bis man sich auf einen einheitlichen Standard geeinigt hatte.

Man unterscheidet momentan zwischen zwei Arten des Energieausweises: Dem verbrauchsorientierten und dem bedardsorientierten Energieausweis. Der verbrauchsorientierte Energieausweis wird mit den Heizkostenabrechnungen von mindestens drei hintereinanderliegenden Abrechnungszeiträumen erstellt. Der Durchschnitt unter Einbezug der Leerstände etc. wird dann eingetragen. Ab dem 01.10.2008 wird es dann nur noch für Häuser, die nach 1978 gebaut wurden oder mehr als vier Wohnungen haben, die Möglichkeit eines verbrauchsorientierten Ausweises geben.
Der bedarfsorientierte Energieausweis ist die wesentlich zeit- und geldaufwändigere Variante.

Denn hier muss meistens auch ein Gutachter kommen. Der Bedarf des Gebäudes wird in verschiedenen Verfahren errechnet. Man findet zum Beispiel heraus, wie gut die Wärmedämmung ist usw.. Für sehr viele Häusermodelle wird diese Ausweisvariante bald Pflicht sein. An diesem Modell wird kritisiert, dass es für denn Verbraucher nicht möglich ist, die letztendliche Abrechnung mit dem Ausweis zu vergleichen. Generell gibt es einiges an Kritik am Energieausweis, so können heute noch geschickte Firmen Geld damit machen, indem sie dem Hausbesitzer unnötige Wärmedämmungen empfehlen. Man sollte daher genau aufpassen, von wem man sich den Ausweis ausstellen lässt.

{ 2 comments… read them below or add one }

Albert Mulzer Mai 3, 2014 um 19:57

Wie komme ich zu den Formularen, die ab 1. Mai 2014 für den Energiauseis nötig sind?

Dr.Norbert Liebhardt Mai 29, 2014 um 12:25

inwieweit gilt der Ausweis für unbebaute oder teilbebaute Grundstücke ?

Einen Kommentar abgeben oder eine Frage stellen